Der große Popkol Jahresrückblick – Filme

It’s that time of the year again. Im Dezember tummeln sich überall die Jahresrückblicke und natürlich wollen auch wir – die Redakteurinnen des Populärkollektivs – euch unsere popkulturellen Highlights nicht vorenthalten. In den kommenden Wochen findet ihr hier unsere Highlights unterteilt in verschiedene Kategorien. Weiter geht’s mit Filmen.

Jenni: The French Dispatch

Unsere Gastautorin Mira hat Wes Andersons neues Meisterwerk The French Dispatch ja schon ausführlich empfohlen. Auch mich hat der Film wahnsinnig gut unterhalten. The French Dispatch glänzt mit einer absoluten Starbesetzung (Timotheé Chalamet, Tilda Swinton, Bill Murray – to name a few), einem unglaublich unterhaltsamen Plot und nicht zuletzt dem Wes Anderson typischen Szenenbild, das bis ins letzte Detail durchdacht und ausgearbeitet ist. Für mich hatte der Film zwar auch einige Längen, lohnt sich aber auf jeden Fall und war in diesem Jahr ein absolutes Kino-Highlight.

Valeska: Was wir wussten – Risiko Pille

In meiner Social-Media-Bubble ist in den letzten Jahren vor allem ein Thema immer wieder aufgetaucht: Warum nehmen wir junge Frauen heutzutage eigentlich noch die Pille? Stehen die Nebenwirkungen noch im Verhältnis zur sicheren Verhütung? Der ARD-Film “Was wir wussten – Risiko Pille” zeigt wie bei der neuen Generation der Antibabypille Werbung und Marketingmaßnahmen wichtiger sind, als das gesteigerte Thromboserisiko. Die Pille wird als Lifestyle-Produkt verkauft – nicht als Medikament. Im Film treffen die bunte Vermarktungswelt mit den schrillen Influencer-Zwillingen Mimi und Maya (gespielt von Lena und Lisa Mantler) auf die graue und kalte Pharmaindustrie. Auch wenn der Film fiktional ist, beruht er auf wahren Begebenheiten und ist den betroffenen Frauen gewidmet, wie Nana (Lungenembolie mit 30) oder Nadine (Lungenembolie und tiefe Beinvenenthrombose mit 17). Den ganzen Film gibt es bis 11. Januar 2022 in der ARD-Mediathek.

Theresa: Die Unbeugsamen

Als ein unerwarteter Dokufilm-Kracher, der 2021 in die Kinos gekommen ist, behandelt “Die Unbeugsamen” den Werdegang von Frauen in der deutschen Politik. Parteiübergreifend zeigt die Doku eindrucksvoll, welchen Widerständen diese Politikerinnen noch vor wenigen Jahren gegenüberstanden. Wenn man nur eine Doku dieses Jahr anschauen möchte, empfehle ich, dass es diese ist.

Franzi: Lamb – Valdimar Johannsson

Es gibt Filme, die würde man nicht als Lieblingsfilme bezeichnen und doch bleiben sie im Gedächtnis. Eine spannende Geschichte, glaubwürdige Schauspieler:innen, ästhetische Aufnahmen, eine überraschende Wendung und schon hat man einen Film, der einen nicht mehr loslässt. Als Horrorfilm gekennzeichnet bietet Lamb eine besondere Art von Gruselfaktor und bietet durch seinen isländischen Charme und einer ungewöhnlichen Geschichte ein besonderes Filmerlebnis. Der Trailer verrät eigentlich schon zu viel von der Geschichte, also seid gewarnt. Mehr dazu lest ihr hier.

Kim: Bo Burnham – Inside

Ich bin ehrlich: ich kann mich gerade an keinen Film erinnern, der 2021 erschienen ist und den ich gesehen habe. Wie in anderen Kategorien dieses Jahresrückblicks beschrieben, habe ich dieses Jahr eher andere audiovisuelle Inhalte konsumiert. Daher möchte ich an dieser Stelle das Netflix-Special Bo Burnham: Inside, das im Mai 2021 erschienen ist, empfehlen. Eine Mischung aus Musical, Dokumentation und Stand-Up ist es wie eine Art Protokoll eines Coronajahres und vieler Themen des aktuellen Zeitgeistes. Produziert hat Bo Burnham dieses Gesamtkunstwerk allein in einem Zimmer. Isolation und psychische Gesundheit sind daher nicht von ungefähr wichtige Dreh- und Angelpunkte. Auch wenn es von Netflix als Comedy-Special verkauft wird, so ist es trotzdem oft tieftraurig und ernsthaft sowie filmisch einfach sehr interessant.

Was sind eure Jahreshighlights im Bereich Film? Schreibt es uns in die Kommentare!

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