Glossar

A

Ableismus

Ableismus leitet sich aus dem englischen Begriff “able”, also “fähig” ab und benennt Behindertenfeindlichkeit. [Glossar des Migrationsrats Berlin e.V.]

B

Bingen

Bingen bedeutet umgangssprachlich, etwas exzessiv am Stück zu konsumieren. Das Wort wird besonders häufig in Bezug auf Serien verwendet, wenn man die Serie an einem Stück durchschaut. (verwendet im Mandalorian-Artikel)

BIPoC

BIPoC ist die Abkürzung von Black, Indigenous, People of Color und bedeutet auf Deutsch Schwarz, Indigen und der Begriff People of Color wird nicht übersetzt. All diese Begriffe sind politische Selbstbezeichnungen. Das bedeutet, sie sind aus einem Widerstand entstanden und stehen bis heute für die Kämpfe gegen diese Unterdrückungen und für mehr Gleichberechtigung. [Glossar des Migrationsrats Berlin e.V.]

C

Cis

Wenn ein Mensch sich dem von außen bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht zugehörig fühlt, wird dieser als cis bezeichnet. Weitere Gebräuche: Cis-Mann, Cis-Frau.

D

E

F

FoMO

FoMo ist die Abkürzung von Fear of Missing Out. Das Phänomen beschreibt die zwanghafte Sorge oder Angst etwas gesellschaftlich Relevantes wie eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes Ereignis zu verpassen und nicht am aktuellen Geschehen beteiligt zu sein.

Frames

Frames sind kognitive Deutungsrahmen, sie werden vor allem in der Kognitionswissenschaft und Psychologie untersucht. Frames beeinflussen unser Denken, Handeln und auch unsere politischen Debatten. Oftmals vergessen wir, dass der Mensch nicht erst denkt und dann versucht dieses Denken in Worte zu fassen. Es ist vielmehr so, dass der Mensch schon in Sprache denkt und diese Sprache der Gedanken nutzt Frames. Wenn wir beispielsweise an Sommer denken, aktiviert unser Gehirn Sinnzusammenhänge aus vergangenen Erfahrungen mit der Welt. Wir denken sofort an beispielsweise hohe Temperaturen und Eis essen. Zusammengefasst: Wir verarbeiten Worte, indem unser Gehirn Verknüpfungen, die mit diesem Wort verbunden sind, herstellt.

G

Guilty Pleasure

Das Vergnügen an etwas, für das sich  der*die Konsument:in schämt, weil es als qualitativ minderwertig angesehen wird.

H

Habitus

Der Begriff Habitus legt nach dem Soziologe Bourdieu fest, was ein Mensch denkt, welches Verhalten für ihn selbstverständlich ist, welches schwer vorstellbar ist oder unmöglich erscheint. Der Habitus bestimmt außerdem, welche Wahrnehmungskategorien der Mensch besitzt, welche Gewohnheiten, Vorlieben er hat und sein auftretendes Sozialverhalten.

Hype

Hype leitet sich aus dem englischen Wort hyperbol ab und bezeichnet eine besonders spektakuläre Sache bzw. Werbung, die (zum Großteil unkritische) Begeisterung bei vielen Personen auslöst. Ein Hype kann beispielsweise um eine Person, aber auch ein Produkt entstehen. Hypes werden vor allem durch Massenmedien verbreitet.

I

Intersektionalität

Intersektionalität (aus dem engl. intersection = Schnittmenge) bezeichnet das Verweben von unterschiedlichen Diskriminierungen. Eine Person kann aus verschiedenen Gründen diskriminiert werden: Geschlechtsidentität, Sexualität, Herkunft, Sprache, Aufenthaltsstatus, Aussehen, Alter, soziale Herkunft und sozialer Status, Körper, Befähigung(en) und Behinderung(en) usw. Diskriminierung bedeutet, dass Menschen weniger Möglichkeiten haben: Sie werden beleidigt, finden nicht so schnell eine gute Ausbildung oder Arbeit, werden als weniger gut, oder Nicht-Zugehörung usw. angesehen.
Diese Schnittmenge von Intersektionalität benennt die Erfahrung von mehreren Diskriminierungsmechanismen gleichzeitig. Häufig wird hier der Begriff mehrfach-diskriminiert verwendet. Die Diskriminierungsmechanismen fügen sich jedoch nicht hinzu, sondern sie überschneiden sich. In diesen Überschneidungen und Verbindungen entstehen eigene, sozusagen neue Diskriminierungsmechanismen. Das ist was Intersektion ausdrücken möchte. Ein Begriff, der diese unterschiedlichen Ebenen, also Dimensionen, ausdrückt wäre dafür Mehrdimensionale-Diskriminierungen. [Glossar des Migrationsrats Berlin e.V.]

J

K

L

Live-Action-Remake

Live-Action Movies sind Realverfilmungen, sprich Filme oder Serien mit lebenden, realen Schauspieler:innen. Im Gegensatz dazu stehen Animationsfilme, auch wenn es selbstverständlich Mischformen gibt. Ein Live-Action-Remake meint nun die Neuauflage eines Animationsfilms oder -serie als Realverfilmung.

M

N

O

P

PoC

PoC ist die Abkürzung für People oder Person of Color. Für die Erläuterung siehe BIPoC beim Buchstaben B.

Q

Queer

Das Adjektiv queer ist ein Anglizismus und bezeichnet Personen, Handlungen oder Dinge, die durch den Ausdruck einer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität von der gesellschaftlichen Cisgender-Heteronormativität abweichen.

R

Remake

Aus dem Englisch kommend „re-make“, also etwas wieder machen, meint es die künstlerische, vor allem filmische, Adaption von Stoffen, die bereits existieren, z.B. Neuverfilmungen

Race

Die Bezeichnung „race“ wurde aus dem anglo-amerikanischen Raum in viele deutschsprachige Diskussionen übernommen, um eine soziale Zuschreibung aufgrund von Hautfarbe, Ethnie oder Herkunftsland zu beschreiben. In direkter Verbindung mit der sozialen Zuschreibungskategorie „race“ stehen verschiedene Diskriminierungsformen. „Race“ kann deshalb nicht einfach mit dem deutschen Begriff „Rasse“ übersetzt werden. „Rasse“ ist aufgrund der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands direkt mit der Bestätigung eines rassifizierten Weltbildes verbunden und deshalb tabuisiert.

S

Schwarz

Schwarz mit großem Anfangsbuchstaben bezeichnet eine soziale Identität und Selbstzuschreibung. Sie bezieht sich nicht auf ein Aussehen, sondern auf eine gemeinsame Position in der Gesellschaft und damit auch gemeinsame Erfahrungen.
Politische Selbstbezeichnungen sind aus einem Widerstand entstanden und stehen bis heute für die Kämpfe gegen diese Unterdrückungen und für mehr Gleichberechtigung. [Glossar des Migrationsrats Berlin e.V.]

T

Transitions

Transitions ist das englische Wort für Überblenden. Damit sind sogenannte Fade-Outs zwischen zwei verschiedenen Bildern gemeint. Dabei fährt zum Beispiel das neue Bild von einer Seite herein oder die Bilder werden langsam überblendet (Vermerkt im Mandalorian-Artikel)

U

Unzuverlässiges Erzählen

Unzuverlässiges Erzählen ist eine Form des Erzählens, bei der sich der Erzähler in irgendeiner Form als unzuverlässig erweist. Das unzuverlässige Erzählen ist eine Interpretationsstrategie der Rezipient*innen, da diese den Autor nicht nach der Unzuverlässigkeit des Erzählers fragen können. Die Rezipient*innen müssen sich diese selbst aus dem Text erschließen. Der Erzähler entlarvt sich also innerhalb der Geschichte entweder selbst, oder der Text gibt Anlass zu einem Verdacht auf seine Unzuverlässigkeit.

V

W

X

Y

Z