Der große Popkol Jahresrückblick – Musik

It’s that time of the year again. Im Dezember tummeln sich überall die Jahresrückblicke und natürlich wollen auch wir – die Redakteurinnen des Populärkollektivs – euch unsere popkulturellen Highlights nicht vorenthalten. In den kommenden Wochen findet ihr hier unsere Highlights unterteilt in verschiedene Kategorien. Los geht’s mit Musik.

Alike

Album: Little Simz – Sometimes I Might Be Introvert

Die Entscheidung für mein Album des Jahres ist mir nicht schwer gefallen. Little Simz’ viertes richtiges Album hat mich – trotz schon hoher Erwartungshaltung – total umgehauen. Es ist durchdacht, vielfältig, ausgeklügelt, spannend von Anfang bis zum Ende, und bei jedem Hören fallen mir neue Dinge auf. Die Rapperin nimmt einen nicht nur mit auf eine spannende Musik-Reise, sondern weist auch über sich selbst hinaus und hat einen unfassbar guten Drive. Wie ihr merkt, ich kann mich gar nicht am Riemen reißen. Als ob das nicht schon genug wäre, ist auch die visuelle Dimension sehr stark. Bestes Beispiel dafür ist das coole und gewitzte Video zu “Point and Kill feat. Obongjayar”.

Single: James Blake – Coming Back ft. SZA

Hier treffen zwei hoch relevante Akteure der aktuellen Musiklandschaft aufeinander und heraus kommt ein melancholischer, schillernder Track. James Blake und SZA haben beide sehr ausgeprägte und gut wiedererkennbare Gesangsprofile, die sich in diesem Song auf faszinierende Weise ergänzen. Besonders spannend finde ich, dass der Song für mich zeitlos und super zeitgeistig auf einmal klingt. James Blake beginnt mit einem für ihn typischen Klavierintro, dann fügt sich SZAs auf- und abhebender Gesang hinzu und das Klavier überlässt den Raum einem dumpf wummernder Electrobeat. Absolute Hörempfehlung!

Newcomer: Priya Ragu

Oh mein Gott, ich liebe alles an Priya Ragu! Sie ist die Tochter tamilischer Einwanderer und in der Schweiz aufgewachsen. Ihre musikalische Karriere hat sie erst jetzt mit 35 richtig gewagt und direkt dieses Jahr ihren Durchbruch gehabt. Ihre relativ “späte” Karriere im Musikbusiness veranlasst zu “Was, wenn das mir passieren würde”-Tagträumen und ermutigt, dass ein Lebensweg nicht so fix sein muss. Ihre Musik ist eine Mischung aus R&B mit Einflüssen südindischer Instrumente und funktioniert im Urban Outfitters genauso wie in einer eher nischigen Global-Grooves-Playlist. Dabei hilft sicher, dass sie auch ein Faible für stilsichere Outfits hat. Ihr Musikvideos sind vielversprechende Anzeichen für eine neue Visionärin.

Katrin

Seit meinem 27. Geburtstag dieses Jahr höre ich 22 von TayTay on a daily basis. Deswegen bin ich sehr dankbar, dass Taylor jetzt Ihre Version rausgebracht hat. Politisch gesehen, war es ein starkes Jahr. Britney ist frei und TayTay kämpft für ihre (Master-) Rechte. Einerseits ist es sehr traurig zu sehen, dass selbst erfolgreiche, weiße Frauen mit viel Geld und großer Reichweite so stark in dieser patriarchalen Gesellschaft leiden. Andererseits ist es traurigerweise keine große Überraschung. But they fight back. For all of us. Es wird jetzt nicht direkt alles gut, dafür war die Gesellschaft einfach zu selbstgerecht, aber es geht einen Schritt in die richtige Richtung. Es wird ein Bewusstsein für bestimme Strukturen und Themen geschaffen wird. Sind die privaten Beziehungen andere Menschen unser Business? Nein! Haben alle Menschen ein Recht auf Privatsphäre? Ja! Hat jeder Mensch das Recht für seine Rechte zu kämpfen, auch wenn es um Geld geht (und sie schon viel davon haben)? Ja!

Jenni

Da schaut man nach Jahren mal wieder den ESC und entdeckt so ein Schmankerl! Die italienische Band Måneskin hat mich mit der Performance ihres Songs Zitti E Buoni begeistert. Deshalb habe ich nach dem Auftritt in die Songs der Band reingehört und bin absolut drauf hängengeblieben. Die italienischen Texte passen für meine Ohren super mit den rockigen Sounds zusammen. Und natürlich machen der unangepasste Look und der offene Umgang mit Sexualität die Band nochmal interessanter.

Franzi

Single: Liebe zu dritt

Leider ist der Sommer vorbei, aber wer nochmal in sommerliche Stimmung kommen will, sollte sich Liebe zu dritt anhören von Jermias, Provinz und Majan. Der macht richtig gute Laune. Und ich hab in letzter Zeit oft Songs vom kanadischer Musiker und Rapper Powfu gehört. Dieses Jahr neu erschienen ist der Song alienated zusammen mit Sleep.ing. Mir gefällt er sehr gut, hört auch da gerne mal rein.

Album: Rikas Short Stories

Ich bin ein großer Fan von Rikas, ihre Musik macht gute Laune und sie sind so sympathisch. Ich mag jeden Song ihres Albums Short Stories und freue mich jetzt schon auf neue Lieder. Und ihre Videos sind übrigens der Hammer.

Kim

Barlow & Bear – The Unofficial Bridgerton Musical

Buch goes Netflix goes TikTok goes Grammy-Awards. Bevor der Titel dieses Jahr weitervergeben wurde, war die Ende 2020 erschienene und auf einer Buchreihe von Julia Quinn basierende Verfilmung Bridgerton die meistgeschaute Serie des Streamingdienstes Netflix. Auch ich habe sie damals zwischen den Jahren durchgesuchtet und anschließend noch alle Bücher gelesen. Abigail Barlow und Emily Bear stellten sich hingegen die Frage: Was wäre, wenn Bridgerton ein Musical wäre? Also begannen sie auf TikTok und Instagram Stückchen für Stückchen dieses zu komponieren, während die involvierte Fangemeinde immer größer wurde. Am Ende stand The Unofficial Bridgerton Musical-Album, das vor kurzem für einen Grammy nominiert wurde. Es würde mich allerdings nicht überraschen, das Musical tatsächlich irgendwann auf der Bühne zu sehen.

Valeska

Rauw Alejandro – Todo de Ti

Ich muss zugeben: Ich bin keine Musikkennerin und meine Lieblingssongs sind meist aus den Charts. Diesen hier habe ich gleich zwei Mal bei Shazam gesucht – das bedeutet schon etwas bei mir 😉 . Ich mag den Song total gerne und muss sofort mitwippen, wenn die ersten Takte beginnen. Rauw Alejandro bringt etwas Urlaubsfeeling in den Corona-Sommer Nummer 2, in dem mehr als zwei Wochen Wandern in Österreich für mich nicht möglich waren. 

Was sind eure musikalischen Jahreshighlights? Schreibt es uns in die Kommentare!

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