Oh Lorde!

Konzerte! Es geht weiter und weiter bis der Körper oder Covid nein sagen. Dieses Mal habe ich Grammygewinnerin Lorde im Kölner Tanzbrunnen besucht und es war mal wieder ganz besonders. Lorde überzeugt mit ihrer Stimme und mit einer tollen Fangemeinschaft.

Lorde hat sich aus dem ganzen Musikspektakel in den vergangenen Jahren etwas zurückgezogen. Das heißt nicht, dass sie keine Musik mehr macht, sondern dass dieses Drumherum einfach nichts für sie war. Davon handelt übrigens ihr Song „California“. L.A war wohl nichts für sie. Das ist wahrscheinlich auch leichter zu sagen, wenn man aus Neuseeland kommt, wo es auch das Meer und schöne Strände gibt.

Generell lässt sie sich mit der Produktion ihrer Alben Zeit. Das erste „Pure Heroine“ kam bereits 2013 raus. Ja, so alt sind wir scheinbar schon. Den Fans sieht man das aber nicht an. 2017 veröffentlichte sie dann „Melodrama“ und 2021 das aktuelle Album „Solar Power“. Bei den beiden letzten hatte Hitmaker Jack Antonoff seine Finger mit im Spiel.

Aber nun zum Konzert. Lorde hat eine sehr besondere Stimme und live fällt diese noch mehr auf. Gedanken über die Performance wurde sich schon gemacht. Es gab ein Bühnenbild. Dieses bestand aus einem Hamsterrad ohne Rad, an dem eine Leiter angelehnt war. Weitere Musizierende trugen gelbe Anzüge. Generell gab die Show leichte futuristische 70s Vibes, aber so ganz ging das Konzept leider nicht auf. Manchmal wirkten die Musizierenden und Tanzenden auf der Bühne ein wenig verloren.

Musikalisch gab es jedoch keine Mängel. Der Support Marlon Williams stand ganz allein auf der Bühne vor dem schwarzen Vorhang, der Lordes Bühnenbild versteckte. Williams erinnerte an Johnny Cash und seine Musik war auch schön, aber etwas zu ruhig, um den Zuschauenden Stimmung einzuheizen. Das übernahm Lorde dann selbst und spätestens zur Mitte des Konzerts als sie „Greenlight“ spielte, stand niemand mehr still.

OpenAir Konzerte sind immer besonders und der Tanzbrunnen ist eine wirklich schöne Location. Auch Lorde erfreute sich am Ort und am längsten Tag des Jahres, der thematisch natürlich super zu ihrer Solar-Power-Tour passte. Sie gab ihren Fans mit auf dem Weg, rauszugehen. Die frische Luft habe ihr immer geholfen und danach hat sie sich immer besser gefühlt. Sie realisierte jedoch auch, dass für Europäer:innen diese Weisheit vermutlich nicht so besonders sei, weil die ohnehin schon viel Zeit draußen verbringen. Wenn das Wetter es denn mal zulässt, würde ich hinzufügen. Ich glaube jedoch, man kann es nicht oft genug sagen: „Go outside!“

Ein sehr wichtiger Teil des Konzerterlebnisses waren die Fans. Schon die Outfits zeigten, heute ist ein besonderer Tag. Einige haben sich auch passend angezogen und trugen ebenfalls gelb. Das geht raus an alle Fangirls, Fanboys und Fannonbys. Ihr lasst mein Herz für eine Sekunde schneller schlagen. Ihr lasst meine Augen feucht werden. Ihr macht mir Gänsehaut. Zu sehen und vor allem zu hören, wie die Fans die Songs am ersten Ton erkannten, sich freuten und mitsangen, hat mich tief berührt. Das ist eine so schnelle, natürliche Reaktion, die kommt aus dem Körper, nicht aus dem Kopf. Die Lieblingssongs der Fans hat man deutlich erkannt und gespürt, welche Bedeutung sie im Leben der Fans tragen. Also danke, dass ihr Konzerte so besonders macht. Natürlich auch danke an Lorde, die diese Gemeinschaft mit ihrer Musik erschaffen hat.

Bilder: Populärkollektiv

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