Am 13. August haben The Kills in der Kantine mit ihrer Nähe zum Publikum überzeugt. Die Menschen kamen trotz hochsommerlicher Temperaturen zu dem Konzert. Angenehm war deswegen der Biergarten vor der Venue. Dort konnte man vor dem Konzert ein kühles Getränk oder heiße Pommes genießen.
Das Konzert war ursprünglich im Carlswerk Viktoria geplant und wurde dann in die kleinere Kantine verlegt. Scheinbar verlief der Kartenverkauf nicht wie erwartet. Die Menschen, die dort waren, haben sich jedoch sichtlich gefreut. Das Gedränge in der ersten Reihe fing schon vor dem Support an.
Fräulein als Support
Die Vorband war Fräulein aus Großbritannien. Das Dou besteht aus Schlagzeuger Karsten van der Tol und Sängerin sowie Gitarristin Joni Samuels. Am 14. Juni haben sie ihr Debut-Mini-Album „sink or swim“ veröffentlicht.
Die beiden haben für eine gute und passende Atmosphäre gesorgt. Dunkel, viel Nebel und prägnante, aber kurze Lichteinsätze. Das spiegelt auch den Sound der Band wider. Entspannter Indie-Garage Sound mit lauten Akzenten. Zwischendurch shoutet die Sängerin ins Mikrophon. Es war überraschend, aber auch passend. Die Band und vor allem der Schlagzeuger spielten sehr akkurat.
The Kills
Pünktlich betraten The Kills die Bühne in, wie soll es auch anders sein, schwarzen Röhrenjeans und Stiefeln – und das bei mindestens 30 Grad. Die Kantine gab ihr bestes um mit Ventilatoren für kühle Luft zu sorgen. Sängerin Alison Mosshart probierte mit kühlen Handtüchern das Konzert zu überstehen.
An Coolness (höhö Wortwitz) fehlte es den zwei Musiker:innen jedoch nicht. Man hatte das Gefühl, man steht vor richtigen Rockstars, die schon einiges in ihrem Leben erlebt haben. Außerdem weiß Mosshart, wie sie mit den Zuschauenden connected. Abwechselnd schaute sie ihren Fans tief in die Augen.
Besonders war der Moment als sich Mosshart und ihr Bandkollege Jamie Hince ans Bühnenende gegenüber voneinander setzten und den Song „Baby Says“ spielten.
Schade war allerdings, dass das Schlagzeug vom Band kam. Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass sie auf Grund der hohen Temperaturen ein verkürztes Konzert gespielt haben. Mit eineinviertel Stunden war es jedoch noch eine angemessene Länge. Das Publikum war begeistert, weil sie trotz ihrer 20-jährigen Bandgeschichte immer noch eine gewisse Nähe ausstrahlen. Außerdem haben sie Hits aus jeder Ära gespielt.
Bilder und Videos: Themis und Katrin
