Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, kreativ zu sein. Warum? Weil es mir schon immer Spaß gemacht hat, kreative Dinge zu tun, ich mir aber nie die Zeit genommen habe. Also raus mit den Farbstiften, Stickern und allen anderen Bastelutensilien! Vielleicht kann euch dieser Beitrag auch in kreative Stimmung bringen.

Mein Moodboard für 2024 – Auf die Sticker, fertig, los!
Es gibt zahlreiche Arten, wie wir kreativ werden, und wir alle haben Bereiche, für die wir kreativ brennen und ein Talent haben. Bei mir ist es ganz klar Malen und Basteln – aber auch beim Kochen kann ich kreativ werden. Unser Blog ist ebenfalls eine Form, wie wir uns kreativ ausdrücken. Ich bin mir sicher, wir alle haben kreative Dinge und Prozesse, die uns Spaß machen und wir alle können kreativ sein – auf unsere ganz eigene Weise. Man muss nur diese eine Sache finden. Und das ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Denn eins ist sicher, wenn man kreativ sein will, braucht man dafür Freiräume und das ging leider bei mir etwas verloren, seit ich im Berufsleben bin. Immer wieder fällt das Kreativsein bei mir hinten runter, weil es doch zu spät ist, ich doch zu müde bin oder noch irgendetwas tun muss. Deshalb ist mein Fokus in diesem Jahr: Ich nehme mir bewusst Zeit für kreatives Arbeiten und einfach mal loslegen.
How to start
Das Wichtigste beim Kreativsein ist, einfach mal anfangen und gar nicht lange zu überlegen. Dies sieht auch die Autorin Melanie Raabe so. Ihr Buch „Kreativität“, über das Kim bereits einen Blogbeitrag geschrieben hat, gibt praktische Tipps, um in kreative Welten abzutauchen. Genau wie Kim kann ich dieses Buch empfehlen.
Sehr spannend fand ich den Ansatz, wie man seine Kreativität finden kann. Dazu gibt uns die Autorin Melanie Raabe folgende Fragen mit:
- Was tue ich gerne?
- Worin war ich als Kind gut?
- Welche Tätigkeit würde ich am liebsten jeden Tag ausüben?
- Womit würde ich meine Zeit verbringen, wenn ich kein Geld verdienen müsste?
- Wie arbeite ich gerne?
Diese Fragen finde ich richtig gut, um einmal in sich hineinzuhören, für was man wirklich brennt. Und dann einfach den Stift in die Hand nehmen! Wichtig für kreatives Arbeiten ist es, Routinen zu schaffen und in den Flow zu kommen. Mir hilft es, wenn ich mir bewusst Zeit für kreative Momente nehme. Feste Termine ausmachen, an einem Malkurs teilnehmen oder sich aktiv verabreden, um gemeinsam kreativ zu arbeiten. Und wenn mal was nicht klappt? Um ehrlich zu sein: Ich habe immer viele kreative Ideen im Kopf und wenn es dann an die Umsetzung geht, bin ich meist unzufrieden und hatte mir das Ganze anders vorgestellt. Scheitern gehört nämlich genauso zum kreativen Prozess und kann auch manchmal ganz neue Impulse haben.


Mein Learning bei einem professionellen Aquarell-Kurs: Punkte machen alles besser egl ob auf dem Papier oder auf Tassen!
„Wir wachsen an jeder kreativen Herausforderung, die wir annehmen. Manchmal erhalten wir nicht die Ergebnisse, die wir uns gewünscht haben, aber das macht nichts.“
– Melanie Raabe, Kreativität
Better together
In meinem Freundeskreis haben viele eine kreative Ader – und auch sehr viel Talent. Gemeinsam macht Kreativsein noch mehr Spaß. Durch den Austausch lernen wir dazu, können unsere Ideen spiegeln oder uns auch neue Techniken zeigen lassen. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Künstler*innenkollektive oder auch Kreativcafés, die sich vor Besucher*innen kaum retten können.
„Versuche, so viel Zeit wie möglich mit Menschen zu verbringen, die positiv auf dich wirken.“
– Melanie Raabe, Kreativität


Gemeinsam mit Theresa war ich bei einem Malabend für Erwachsene. Einfach drauf lospinseln, Farben ausprobieren und kreativ sein. Theresa hatte nicht nur einen Plan bzw. eine Vorstellung, was sie genau malen wollte: Es sollte ein sommerlicher Wald werden. Bei mir ging es ohne konktete Vorstellung los, was ich eigentlich genau machen wollte. Mich begeisterten einfach die bunten Farben und ich wollte diese auf abstrakte Weise zusammenbringen. Je bunter, desto besser, aber gleichzeitig harmonisch, war mein Ziel. Denn auch ein wichtiges Learning beim Kreativsein: Der Spaß darf dabei nie verloren gehen. Es geht für mich nicht darum, dass das Endergebnis perfekt ist, sondern der Weg ist das Ziel. Bei mir liegen die Vorstellungen im Vorfeld doch sehr weit entfernt von dem, wie es dann tatsächlich aussieht. Aber das ist ok. Für mich ist der kreative Prozess ein leeres Blatt Papier zu gestalten und Pinselstrich um Pinselstrich aufzutragen, unglaublich entspannend und macht mich glücklich.
Und wie geht es kreativ weiter?
Das Jahr hat noch ein paar Monate und meine kreativen Vorsätze gehen weiter. Ich möchte mich in den kommenden Monaten aufs Schreiben fokussieren. Ein Traum von mir wäre es zudem, eine Art Workshop-Wochenende mit Freund*innen zu planen: An einen schönen Ort fahren, gemeinsam kreativ sein und die Seele baumeln lassen. Hat jemand Lust?
Abschließen möchte ich euch eines meiner Lieblingszitate von Melanie Raabe mit auf den Weg geben und wünsche euch ganz viel Spaß beim Kreativsein! Legt los!
„Kreativität ist die Fähigkeit in uns, die Zauberei am nächsten kommt. Mit dieser Fähigkeit können wir die Welt verbessern, verschönern. Nicht nur bemühte Künstlerinnen oder geniale Erfinder. Wir alle.“
– Melanie Raabe, KreativitätBeitragsbild: Populärkollektiv / Valeska Martin
