„Everything is better in Cologne“ – Beach Bunny live im Gloria Theater

Die pinke Indie-Band Beach Bunny hat am 15. Oktober das Publikum im Gloria Theater auf ihrer Tunnel Vision-Tour verzaubert. Der Sound war nicht ideal abgemischt, doch das hielt die Fans nicht vom Tanzen ab.

Pom Doko als Vorband

Das Konzert begann mit der norwegischen Vorband Pom Doko. Der Saal war zu Beginn noch halb leer. Deswegen die Frage: Habt ihr als Kinder zu viel Taschengeld bekommen? Denn erst nach der Vorband füllte sich der Saal deutlich. Das ist schade.

Wenn man Geld für etwas ausgibt, sollte man die ganze Erfahrung mitnehmen. Außerdem: Pay some respect to new artists! Die Künstler*innen freuen sich über jedes Ohr, das ihnen zuhört. Wenn es euch möglich ist, pünktlich zum Konzertbeginn am Ort zu sein, tut es. Die Vorband ist euch dankbar.

Pom Doko erfüllten ihre Aufgabe als Vorband vorbildlich. Sie kamen mit einer Energie auf die Bühne, die sich zwar nicht sofort auf das Publikum übertrug, es aber Song für Song aufwärmte. Es war faszinierend zu sehen, wie mit jedem Lied das Publikum allmählich mehr tanzte und lauter klatschte.

Zu Beach Bunny

Was die Vorband begonnen hat, führten Beach Bunny weiter fort. Mit jedem Song wurde das Publikum lockerer bis beim letzten Song Painkiller alle mitsprangen. Das ist genau das, was auf Konzerten passieren sollte: im Moment sein, sich leicht fühlen und sich der Musik hingeben.

Die kalifornische Band macht das Leben jedoch nicht nur auf Konzerten zu einem Coming-of-Age-Film. Die Musik an sich lässt einen fühlen wie ein Main Character. In Beach Bunnies Musik werden Themen angesprochen, die vor allem Frauen in den späteren Zwanzigern bis Anfang Dreißig verstehen. Dafür waren allerdings recht viele Männer im nicht ganz ausverkauften Saal. Schön!

Es war jedoch nicht alles perfekt. Das Schlagzeug war zu laut und auch mindestens eine Gitarre war zu präsent. Dadurch war der Sound nicht optimal abgemischt, was das Konzerterlebnis etwas schmälerte. Die Sängerin war teils nicht gut zu verstehen, auch nicht wenn sie mit dem Publikum sprach. Das war schade. Man konnte sie jedoch sehr gut verstehen als sie den Text in Ms. California umdichtete zu „Everything is better in Cologne“.

Die Band motivierte das Publikum Moshpits zu eröffnen. Es gab genug Platz, sodass man nicht unfreiwillig Teil des Moshpits wurde. In der Garderobenschlange wurde sich jedoch darüber unterhalten, wie man Konzerte und Moshpits sicherer für FLINTA machen kann. Scheinbar war der Moshpit nicht für alle angenehm. Deswegen hier der Vermerk vor allem an Männer: Achtet auf eure Mitmenschen, bevor sie am Boden liegen.

Fazit

Beach Bunny-Konzerte sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Stimmung war mitreißend und man hatte genug Platz zum Tanzen. Achtet aber bitte auf eine gute Tonmischung, denn schlechte Akustik kann das Erlebnis deutlich schmäl­ern.

Bild: Populärkollektiv

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