Nun ist es wieder so weit: Mariah hat die Herrschaft über die Radios und Playlists übernommen. Wer Lust auf etwas andere und vielleicht weit hergeholte Weihnachtslieder hat, ist hier genau richtig.
Eigentlich wollte ich euch einfach nur fünf Lieder vorstellen. Jetzt, nach einer kurzen Recherche, musste ich die Liste jedoch umstrukturieren. Denn zwei Lieder packe ich jetzt wohl nicht mehr auf die Playlist. Für die habe ich jedoch Ersatz gefunden.
Dos
Joni Mitchell – River
Während die anderen sich auf Weihnachten vorbereiten, wünscht sich Joni Mitchell einen Fluss, von dem sie weggetragen wird. Genau das wird durch die Klavierbegleitung musikalisch hörbar gemacht. Traurig und verträumt geht der Song einem direkt ins Herz. Maybe it is true what they say: Joni Mitchell is the woman who teaches how to feel. (Frei zitiert aus dem Film „Love Actually“)
Ich habe den Song allerdings in der Version von Ben Platt kennengelernt und packe ihn dieses Jahr zum ersten Mal auf meine Playlist. Den möchte ich euch nicht vorenthalten. Es lohnt sich in beide reinzuhören!
Taylor Swift – Bejeweled
Aschenputtel, Diamanten und Schimmer – nichts schreit doch mehr nach Weihnachten als das. Außerdem gibt der Song die Vibes, mit denen wir durch die Feiertage ins neue Jahr tanzen sollten. You can make the whole place shimmer!
Sara Bareilles and Ingrid Michaelson – Wintersong
Eigentlich erwarte ich bei dem Song, dass ihn alle bereits auf ihrer Playlist haben. Die meisten werden ihn wahrscheinlich durch Grey’s Anatomy kennen. In einer der besten Episoden der Serie (Episode 15, Staffel 5) läuft der Song im Hintergrund.
Jedes Jahr holt der Song mich wieder ein. Dabei ist es kein Weihnachtslied, sondern wie der Titel schon sagt ein Winterlied. Das finde ich sehr schön, weil es inklusiver ist und man den Song auch noch nach Weihnachten hören kann. Hört selbst:
Don’ts
The Mamas & The Papas – California Dreamin‘
Wenn es draußen kalt wird, wünschen sich die einen Schnee und die anderen einen Flug nach Kalifornien. Das dachte sich auch John Phillips von The Mamas & The Papas. Leider dachte er scheinbar auch, dass es ok ist, eine sexuelle Beziehung mit der eigenen Tochter einzugehen. Deswegen kann ich den Song jetzt leider nicht mehr hören. Prinzipiell hätten die Red Hot Chili Peppers gute Songs als Ersatz. Da der Sänger der Band jedoch auch Beziehungen mit viel zu jungen Frauen führte, fühlt sich das nicht so viel besser an. Diese Männer müssen auch immer alle zerstören..
Was nehmen wir da jetzt also als Ersatz? Vielleicht Lesley Gore mit California Nights? Die Dame scheint so oder so viel cooler zu sein.
Alternative: Lesley Gore – California Nights
Fall Out Boy – Yule Shoot Your Eye Out
Bei diesem Song habe ich echt lange überlegt: Darf er in die Playlist oder nicht? Er hat leichte misogyne Vibes und ist textlich sehr empathielos. Auch wenn an Weihnachten die Gefühle mal überkochen, kann ich den Song jetzt nicht mehr genießen. Da muss ich wohl einen neuen Song für unsere Grinche suchen. Als Alternative biete ich Father Christmas von The Kinks.
Alternative: The Kinks – Father Christmas
Musikalisch gesehen ist der Song sowieso besser und auch textlich zeigt der Song, was richtiger Punk ist. Denn er kritisiert das System und nicht Frauen. Toll!
Bild: David Beale (Unsplash)
