Hinweis: Um diesen Beitrag richtig zu fühlen, benötigst du einen Iced Matcha Latte in deiner Hand, eine Sportleggings und Stoppersocken – oder wie die Coolen sagen: Grip Socks. Ready? Dann tauchen wir nun ab in eine besondere Era.
Als Millenial gibt es in den eigenen 30ern wohl nur noch folgende Ausrichtungen: Kinder, Sportprogramm oder Kreativprojekt. Falls du also nicht gerade am Babybreikochen, Sauerteigfüttern oder Töpfern bist, dann befindest du dich wahrscheinlich in deiner Sporty Era. Bei mir ist es weder das Rennrad noch der Marathon – dazu fehlt mir einfach die Puste. Deshalb bin ich ganz classy in meiner Pilates Era – und seit diesem Frühjahr sogar in meiner Reformer Pilates Era.
Irgendwo zwischen Iced Matcha Latte und Sport-BH in Leo-Optik fokussiere ich mein Power House und lasse meine Tiefenmuskulatur glühen. Hier wird nicht geschwitzt, hier wird geglowt. Ihr merkt schon, das ist nicht nur Sport, es ist ein Lifestyle, es ist ein Gefühl! Fragen wir doch KI einmal, wie so ein Kölner Reformer Pilates Girl aussieht:

Ich bin ehrlich, ich kann bei so einigen Pilates-Girl-Accesoires einen Haken setzen: Leo Sport-BH? Check! Apple Watch? Check! Weiße Tennissocken? Check! Ich bin also auch so ein Kölsches Reformer Girl.
Doch was ist eigentlich dieses Reformer Pilates?
Gefühlt haben in den letzten Monaten nicht nur in Köln, sondern in ganz Deutschland viele Studios ihre Türen geöffnet, die sich auf diese Pilatesform spezialisiert haben. Optisch erinnert der Reformer an einen sehr großen Schlitten. Das Gerät besteht aus einer festen und beweglichen Plattform sowie verschiedenen Federn, mit denen sich der Widerstand regulieren lässt. Grundsätzlich lassen sich dort verschiedene Ganzkörperübungen ausüben. Wie das ästhetisch aussieht, seht ihr in diesem Reel:
Bei meinem ersten Studiobesuch war ich erstens sehr stolz, mir überhaupt einen Platz gesichert zu haben – sich dafür nachts um 4 Uhr einen Wecker stellen zu müssen, ist doch irgendwie auch schon Sport, oder? – und zweitens war ich nach dem Kurs wirklich sehr stolz, dass ich die Stunde überhaupt überlebt habe.
Das musste ich natürlich fotografisch festhalten und mit meinen Follower:innen auf Instagram teilen. Und hier kommen wir schon zum nächsten Punkt, denn niemand macht Reformer Pilates einfach nur so. Die großen Spiegel und die ästhetische Einrichtung der Studios laden gerade dazu ein, sich mit dem Handy abzulichten. Vielleicht habe ich auch deshalb das Gefühl, dass alle am Reformen sind, da jede Person, die es macht, dies festhält. Ein Teufelskreis, aus dem wir wohl nie wieder rauskommen…
Are you ready to reform?
Falls das für dich so klingt, als würdest du gerne mal die Laufschuhe oder den Sauerteig gegen Reformer tauschen, habe ich dir hier einige Essentials, die du unbedingt für deinen ersten Reformer-Besuch benötigst:

Und ein bisschen Spaß beiseite: Wenn man den Vibe etwas ausblendet, kann man ein ganz wunderbares Ganzkörper-Training erleben, bei dem zumindest ich auch noch Tage später Muskelkater an Stellen habe, von denen ich nicht mal wusste, dass da Muskeln sind. Es ist wirklich eine Herausforderung, die Balance zu halten und mit dem eigenen Körpergewicht zu trainieren. Probiert es aus!
Beitragsbild: Unsplash/ Elena Kloppenburg
